
Jeder, der in Besitz eines Notebooks oder anderen mobilen Gerätes ist, wird im Laufe dessen Benutzung festellen, dass die Laufzeit der Lithium-Ionen Akkus langsam aber stetig immer geringer wird - auch wenn Lithium-Ionen (kurz: Li-Ion) Akkus, laut den Herstellern, im Gegensatz zu Nickel-Cadmium Akkus keinen Memory-Effekt besitzen. Diesem Problem will nun das Unternehmen Batterylife AG mit ihren Produkten wie dem Notebook Activator entgegenwirken. Mit einer Folie die man einfach auf den Akku klebt. Alles nur Hokuspokus oder geht es den Akkuherstellern jetzt doch an den Kragen?

Die Energie wird bei Li-Ion Akkus durch den Austausch der Elektronen zwischen den Elektroden freigesetzt. Beim Aufladen wird Lithium aus dem Li2MnO2 in Ionenform in ein Kohlenstoffgitter der negativen Elektrode eingelagert und beim Entladen wieder abgegeben. Die Li-Ionen schwingen dadurch praktisch zwischen den Elektroden hin und her. Durch die Unempfindlichkeit gegen den Memory Effekt ist es bei dieser Akkusorte auch egal, wann nachgeladen wird.

Bei Li-Ion Akkus entsteht aber ein Verlust an Kapazität durch Alterung, als Folge einer internen Oxidation. Diese Oxidation beginnt bereits unmittelbar nach der Herstellung und steigt mit zunehmendem Alter immer weiter an. Je nachdem wie der Akku seitens der Hersteller ausgelegt wurde, ist er meist nach 2-3 Jahren ab Herstellung verbraucht. Dies gilt vor allem für Akkus von Handys und Notebooks, da diese eine hohe Energiedichte aufweisen, was mit einer kürzeren Lebenszeitdauer bezahlt wird.
Laut Erklärungen von Batterieherstellern, als auch von verschiedenen Forschungsveröffentlichungen, die die innere Oxidation als Grund für den Leistungsschwund anführen, da sich die Anzahl der Ladezyklen innerhalb dieses Zeitraums kaum negativ bemerkbar macht, führt Batterylife dies auf einen Verschleiß beim Laden und Entladen zurück. Das Ein- und Auslagern von Li-Ionen in den Elektroden bewirkt eine Volumenänderung der Li-Ionen von ca. 9%.
Die daraus resultierende mechanische Beanspruchung führt zum Verfall der Elektroden. Die ladungslosen Metallpartikel schwimmen im Elektrolyt und behindern so den Ionenfluss beim Laden und Entladen. Darüber hinaus können diese in der normalen Akkufunktion nicht mehr ionisiert werden und sind als Ladungsträger verloren.
Hier setzt nun der Batterylife Activator ein. Die durch Oxidation angelagerten Metallpartikel sollen sich laut den ersten Erklärungen durch Batterylife durch die sogenannte Cavity Radiation (Hohlraumstrahlung) wieder auflösen und stehen somit wieder zur Verfügung. Genaue Informationen über dem Ablauf gab Batterylife aber bis heute nicht Preis.