
Für den Einbau des TITAN Amanda muss das Sockel 939 Befestigungsmodul entfernt werden. Das heißt: Der Ausbau des Mainboards ist zwingend erforderlich.
Hält man sich jedoch das Gewicht des Amanda vor Augen, wird einem klar warum - das Modul würde auf kurz oder lang nachgeben und zumindest die eine oder andere Haltenase verlieren.


Um das zu verhindern, wird das Mainboard also ausgebaut und der Kühler mit der beiliegenden Backplate verschraubt.
Leider unterlief TITAN bei der Installationsanleitung ein Fehler. Laut Anleitung müssen die Befestigungsfüsschen des Kühlers durch die entsprechenden Löcher im Mainboard gesteckt werden. Dies ist aber nicht möglich, da die Füßchen breiter als die dazugehörenden Löcher sind. Stattdessen werden sie auf dem Mainboard aufliegend verschraubt.
Dieser Fehler wurde mittlerweile auf die Produktseite von TITAN korrigiert, ist aber trotzdem ärgerlich.
Nachdem der Kühler verschraubt und das Mainboard zurück montiert ist, können optionale Zugentlastunsseile angebracht werden, die helfen sollen, den Druck auf das Mainboard noch ein wenig zu verringern.
Da der Kühler einen recht sicher installierten Eindruck machte und der Test PC keinen Transport erwartete, verzichteten wir auf die Anbringung dieser Seile.

Nun wird die PCI-Steuerkarte in einen freien PCI Slot gesteckt und die beiliegenden Kabel mit Karte und Kühler verbunden. Um ein Tachosignal von beiden auf dem Amanda befindlichen Lüftern auslesen zu können, müssen nur noch die Tachokabel auf das Mainboard gesteckt werden und die Installation des TITAN Amanda ist vollbracht.

Getestet wurde unter WinXP Professional SP2 (inklusive aller Sicherheitsfixes), allen offiziellen Treibern, deaktiviertem Cool'n'Quiet und dem Tool Prime95. Zum Auslesen der Temperaturen nutzten wir das Tool Speedfan 4.28.
Die Zimmertemperatur betrug während des gesamten Testvorganges ~24°C. Die Gehäusewand war während aller Tests geschlossen.
Der Ruhemodus (Idle) wurde ermittelt, indem das Testsystem komplett hochgefahren wurde und 30 Minuten lang nichts betätigt wurde.
Um den Wert für den Belastungsmodus (Full Load) zu ermitteln, wurde die CPU auf beiden Kernen mit dem Tool Prime95 zwei Stunden lang mit dem Torture Test (In-place large FFTs) belastet.
| Komponente | Bezeichnung | Zusatzinformation |
|---|---|---|
| Gehäuse | Coolermaster Stacker | - |
| Gehäuselüfter | 2x Coolermaster Gehäuselüfter | @12V |
| Netzteil | Enermax Liberty | 500 W |
| Motherboard | MSI K8N Neo4 Deluxe | S939 | 16x PCI-E |
| CPU | AMD Athlon X2 64 4400+ | @2200 Mhz | 200 Mhz FSB (HTT) |
| CPU Kühler | Titan Amanda | - |
| Speicher | 2x 1GB Corsair TwinX XMS | PC3200 | 3-3-3-5 (CR1) @ 200 Mhz |
| Grafikkarte | Sapphire X1800XT/PE | 512 MB | 16 Pipes | PCI-E |
| Festplatte | Seagate ST3300622A | 7200 U/Min |
| DVD-RW | LG GSA-4163B | - |
Der Betrieb des TITAN Amanda war durchweg von einem leicht pulsierendem Geräusch geprägt, wie man dies, wenn auch lauter, von kleinen thermoelektrischen Kühlschränken oder Kühltaschen her kennt. Vermutlich wird dieses Geräusch durch die Steuerelektronik in der PCI Karte verursacht und ist als Drehzahlschwankung der Lüfter hörbar. Da dieses Geräusch aber keinesfalls laut oder störend war, soll dies aber auch nur eine Randbemerkung darstellen.
Die Luftumschlags- und Drehgeräusche der Lüfter waren nicht auf Ultra Silent Level, aber das wird von der angepeilten Nutzergruppe auch nicht erwartet.