

Im heutigen Artikel haben wir wieder zwei sogenannte Solid State Drive, kurz SSD, im Test. Der Markt für SSD-Festplatten steigt stetig weiter und erreicht jeden Monat neue, ungeahnte Höhen. Immer mehr Hersteller springen auf den Zug auf, immer mehr Modelle kommen auf den Markt und der Markt wird immer undurchsichtiger. Wir haben uns zwei Modelle aus der Riesenauswahl rausgesucht und diese beiden Testprobanden durch unseren Testparcour gejagt. Es sich um die frisch aus den Labors kommenden Mushkin ESS12007 und die Kingston SSDNow aus der M-Serie.

Die SSD basieren auf Flash-Speicherzellen in NAND-Technik und finden nebenbei auch Verwendung in USB-Sticks, Flash-Speicherkarten sowie in praktisch allen auf Halbleiterspeicher basierenden MP3-Playern. Somit kommen keine mechanischen Bauteile mehr zum Einsatz. Innerhalb der Speicherzellen konkurrieren zwei Technologien, einerseits die kostengünstigeren MLC und zum Anderen die teureren SLC. MLC steht dabei für "Multi Level Cell", hier müssen sich mehrere Bits jeweils eine Zelle teilen, was Leistung kostet. Bei SLC "Single Level Cell" Technik dagegen hat jedes Bit eine Zelle für sich, somit ist SLC die schnellere Variante.

Flash-Festplatten bringen gleich eine Reihe von Vorteilen mit. Sie sind lautlos, haben einen geringen Energieverbrauch (erzeugen also auch wenig Wärme), bieten geringe Zugriffszeiten und sind widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse als konventionelle magnetische Speichermedien.
Kingston Technology stellt uns für diesen Artikel eine SSD zur Verfügung, die von Intel hergestellt wird und unter dem Namen Kingston SSDnow M-Series für Endkunden erwerblich ist. Das von uns getestete Modell verfügt über 80 GB (74) 6und einen 16 MB großen Cache. Die M-Serie entstammt dabei aus der Mainstream-Reihe (MLC) und Kingston verspricht trotzdem "a new level of performance". Um dies zu erreichen hat sich Intel einiges einfallen lassen und besitzt Techniken wie Write Amplification, Native Command Queuing, Wear Leveling und einen 10-Bit-Kanal.

Mushkin setzt mit der ESS12007 nicht auf die Intel-Basis, sondern auf einen Controller von Indilinx Barefoot, dieser beherrscht ebenfalls Techniken wie Native Command Queuing. Als Speichervolmen stehen 128 GB (120) in MLC-Technik zur Verfügung, die von einen 64 MB großen Cache ergänzt werden. Die Mushkin kommt in einer schicken und dem entsprechend gut geschützten Box daher.
In der nachfolgende Tabelle sind noch mal alle wichtigen Eckdaten im Vergleich angeben.
| Kingston SSDNow M-Series | Mushkin ESS12007 | |
|---|---|---|
| Technik | SSD (MLC) | SSD (MLC) |
| Fassung | 80 GB (74) | 128 GB (120) |
| Faktor | 2,5 Zoll | 2,5 Zoll |
| Interface | S-ATA II | S-ATA II |
| Puffer | 16 MB | 64 MB |
| U/Min | - | - |
| Zugrifszeit | <1 ms | <1 ms |
| Lesen | 250 MB/s | 220 MB/s |
| Schreiben | 70 MB/s | 180 MB/s |
| MTBF* | 1.000.000 h | 1.000.000 h |
| Controller | Intel | Indilinx Barefoot |
| Besonderheiten | Write Amplification, Native Command Queuing, Wear Leveling |
Native Command Queuing |
* Mean Time Between Failures (MTBF)