
Das Design der Front ist zwar schlicht gehalten, ohne große Designelemente oder geschwungene Formen, wirkt aber gerade deshalb sehr edel und modern. Weniger ist oft mehr, dies ist beim Bravo nicht anders.
An der Front sind noch neben zwei Statusleds für den Betrieb und Festplattenaktivität noch ein Schloss vorhanden, mit dem die Tür vor fremdem Zugriff schützen kann.

Die Tür selbst öffnet sich nach links und gibt somit den Blick auf alle Schächte, Einschalt- und Resetschalter frei. Der Resetschalter ist recht klein und auch versenkt, so dass man diesen nicht aus versehen betätigen kann.

Alle Laufwerksblenden sind mit einen einfachen Handgriff entnehmbar. Um allerdings ein Laufwerk einbauen zu können, muss man noch das Blech dahinter herausbrechen.

Die silberne Verkleidung an der Front ist im übrigen komplett abnehmbar und kann gegen andere von Chieftec angebotetenen Verkleidungen ausgetauscht werden. Wer seinem Gehäuse also schnell ein etwas anderes Aussehen verpassen möchte, hat so eine einfache Möglichkeit dazu.

Ohne Verkleidung ist der Staubfilter an der Front gut zu sehen. Um ihn allerdings ausbauen und reinigen zu können, muss man leider die komplette Front vom Gehäuse demontieren – keine wirklich schöne Lösung.
Etwas irritierend war auch die Klappe auf der Unterseite – wir erwarteten dahinter einen freien 3.5" Laufwerksschacht, um z.B. zusätzliche USB-Anschlüsse oder ähnliches nach vorne führen zu können. Aber dahinter ist nichts weiter – wir fragten uns, was für einen Sinn hat diese Klappe hat.

Diese Frage hat uns Chieftec beantworten können:
Diese Klappe stellt eine kostengünstige Lösung für unsere OEM bzw. Systemhäuser dar, die ihr Firmenlogo auf das Gehäuse bringen möchten. Dies ist z.B. oft bei Miniservern erwünscht.
Hierzu muss dann nur die Klappe getauscht oder abgenommen und zur Druckerei gebracht werden, was auf jedem Fall bedeutend günstiger ist, als die ganze Frontblende abzubauen.
Klingt einleuchtend, aber einen kleinen Schacht hätten wir an dieser Stelle schon gern gesehen.
Auf der Unterseite ist nicht viel zu sehen außer den vier Standfüßen, die sich einfach nach Außen klappen lassen und dem Gehäuse so einen stabileren Stand gewähren.

Auch die Rückseite weist nichts besonderes auf. Oben der Platz für ein Netzteil, ein Belüftungsloch für einen 120mm Lüfter und die obligatorischen Ausgänge für das Motherboard und Steckkarten.

Die linke Seite ist dank des eingebauten Fensters ein kleiner Augenschmauss, da es einen fast kompletten Blick in das innere des Gehäuses ermöglicht.
Neben dem Fenster sind noch Belüftungslöcher für die Festplatten, die auf dieser Höhe eingebaut werden.

Die Seitenwand kann ebenfalls mit einem Schloss abgeschlossen werden und ist über einen einfachen Schiebemechanismus zu öffnen.
Zusätzlich ist die linke Seitenwand mit zwei Rändelschrauben auf der Rückseite gesichert.

Auf dem Fenster selbst ist es noch zusätzlich möglich, einen 92mm Lüfter zu montieren. Passend wäre hier z.B. ein LED-Lüfter, der das ganze Fenster mit beleuchten würde.

Auf der rechten Seitenwand sind neben den einem Panel mit Anschlussmöglichkeiten für USB, Firewire, Lautsprecher und Mikrofon noch Belüftungslöcher für drei montierbare 92mm Lüfter zu sehen.
Die rechte Seitenwand ist leider nicht mit Rändelschrauben befestigt, sondern mit zwei ganz normalen Schrauben.

Entfernen wir die rechte Seitenwand, wird der Blick auf den Lüfterkäfig frei, auf dem sich maximal drei 92mm Lüfter montieren lassen.
