
ATi die seit September 2006 zu AMD gehören, produzieren auch eigene Grafikkarten Boards und verkaufen nicht nur die fertigen Chips an Drittanbieter (wie zum Beispiel Sapphire, MSI, ...). Wobei die eigene Produktpalette sehr überschaubar ist, gegenüber dem Angebot der Chipsätze. So bietet ATi in Europa nur ihre für CAD Anwendungen optimierte FireGL und die All-in-Wonder Serie an. Diese Serie wurde aber ende letztes Jahres offiziell eingestellt und es werden keine neuen Modelle mehr auf dem Markt erscheinen. Somit stellt die Radeon All-in-Wonder X1900 die letzte ihrer Gattung da.
Wir haben uns der auslaufenden Serie die All-in-Wonder X1900 raus gepickt, da diese aktuell für günstige 134 Euro zu haben ist und somit Preislich in der Mittelklasse mitspielt. Auf der All-in-Wonder X1900 arbeitet ein vollwertiger R580, bei dem keine Quad-Einheiten deaktiviert worden, somit stehen der AiW volle 16 Pipelines und 8 Vertex Shader bei. Somit entspricht sie den Technischen Merkmalen wie dem noch akteullen Spitzenmodell X1900 XTX. Da die AiW, wie der günstige Preis erahnen lässt, in der Mittelklasse angesiedelt ist wurden aber die Taktraten stark gesenkt auf 500/480 MHz, gegenüber 800/1400 MHz einer XTX.
Interessant ist es wie sich die AiW gegen die X1950 Pro schlägt, die in der gleichen Klasse spielt. Die AiW bietet aber als Schmankerl einen TV-Tuner für Analog und DVB-T, einen Scart-Anschluss und viele andere Anschlüsse mehr für Hobbyfilmer.

Nun noch mal alle spezifischen Daten unserer Testkarte zusammengefasst in einem Überblick:

ATi hat bei der AiW nicht Geiz und alles denkbare an Kabeln und Adaptern der Karte beigelegt, eine kleine Stabantenne für den DVB-T Tuner fehlt dagegen leider. Als Software legt ATi Adobe Photo Elements 3.0, Adobe Premiere Elements 2.0 und das eigens entwickelte Multimedia Canter in Version 9.3 bei. Ein Spiel wie bei den beiden Testkandidaten von Sapphire fehlt leider ebenfalls.


Bei der Kühlung setzt ATi auf seine eigens entwickelte Referenzkühlung der X1xxx Serie. Diese ist eine Ein-Slot Lösung und belegt somit nicht den ersten Erweiterungsslot unterhalb der Grafikkarte. Kann dafür aber nicht ganz bei der entstehenden Geräuschkulisse Punkten, so kann es schon mal vorkommen wenn die Karte gut ausgelastet wird das sich der Lüfter gut hörbar macht.

Der Einbau der Karte erweist sich, wie bei den meisten aktuellen Grafikkarten, durch ihre länge in etwas kleineren Gehäusen als problematisch.