
Bei der Kühlung setzt HIS auf das Referenzdesign von ATi, dieses wurde aber leicht modifiziert gegenüber ihrem direkten Vorgänger. So wird auf der HD 4890 ein stärkerer Lüfter verbaut, zusätzlich wurde eine weitere, also nun insgesamt drei, Heatpipes verbaut. Die Bodenplatte welche die Spannungswandler und den VRAM kühlt, wurde mit einer Riffelung versehen, zugunsten einer größeren Oberfläche. Weiterhin wurde eine kleine Heatpipe in diesem Bereich integriert.

Im Betrieb ist der Lüfter unter 2D hörbar aber nicht störend, unter 3D dreht er allerdings auf. Zudem erzeugt er ein tiefes Surren was sehr deutlich aus dem Gehäuse hervor sticht.
Daraus ergeben sich im 2D-Betrieb Temperaturen von rund 59 Grad für den Chip und um die 70 Grad für den Speicher. Unter Last steigen die Temperaturen auf 73 und 89 Grad für Chip und Speicher, womit alles im grünen Bereich bleibt.
Der Einbau der Karte kann durch ihre Größe etwas knifflig werden, wenn man ein kleines Gehäuse besitzt oder die Festplatten sehr nahe am PCIe 2.0 x16-Anschluss liegen - denn die Karte hat eine beachtliche Länge von knapp 24 Zentimetern. Ebenfalls darf in dem ersten PCI/PCIe Slot unter dem PCIe 2.0 x16-Anschluss keine Erweiterungssteckkarte stecken, da die Radeon HD 4890 als zwei Slot-Lösung konzeptiert ist und diesen somit blockiert.
Wenn die Grafikkarte nicht gefordert wird und sich somit im 2D-Modus befindet, werden die Taktraten für den Chip von 900 auf 240 MHz gesenkt, der Speicher verbleibt leider bei 2.000 MHz. Dadurch wird leider nicht konsequent der Verbrauch im 2D-Betrieb gesenkt. Hier hätte HIS gegenüber den Referenzdesign nachbessern können.
Unser Testsystem verbraucht ohne die HD 4890 rund 121 Watt auf dem Desktop, mit der Grafikkarte steigt der Verbrauch auf 208 Watt in 2D und 366 Watt im 3D-Modus (Furmark). Senken wir im 2D-Modus den Speicher auf 400 MHz ab, sinkt der Verbrauch auf dem Desktop auf 165 Watt, eine Ersparnis von 43 Watt.

Nachdem HIS schon fleißig an der Taktschraube gedreht hat beim Chiptakt, wollten wir dennoch versuchen, die Karte noch ein wenig höher zu takten. Wir schafften es, die Taktraten der Testkarte beim GPU-Takt noch um rund 6,6 Prozent zu steigern und kamen somit auf auf 960 MHz. Den Speicher konnten wir um rund 12,5 Prozent auf 2.250 MHz steigern.