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Hardwaretrends 2006 - Prozessoren | 2 - 64 Bit vs Hyperthreading

Hardwaretrends 2006 - Prozessoren

64 Bit versus Hyperthreading

Mit dem Athlon 64 verließ AMD erstmals die Intel kompatiblen Prozessorpfade und ging mit eigener Technologie in Führung. So führte man im Jahre 2003 den Athlon 64 auf dem Markt ein und bot damit den ersten CPUs mit 64-Bit im Desktopbereich an. Nicht nur das, so konnte der Athlon 64 dank seiner AMD64-Architektur ebenfalls als 32 Bit CPU laufen und war damit abwärtskompatibel. Die damalige einzige 64-BIT CPUr von Intel war nicht in der Lage, mit 32 Bit zu arbeiten.

Der Klassenprimus Intel zog erst im Sommer 2005 mit Pentium Modellen nach, die die EM64T Technik besitzen. Dabei ist EM64T keine neue Technik - Intel lizenzierte auf Druck von Microsoft die AMD64-Architektur von AMD. Als Gegenzug erhielt AMD die Rechte, die Befehlssätze SSE2 und SSE3 verwenden zu dürfen.

Wir möchten euch nun in diesem Abschnitt die 64 Bit Architektur von AMD und Intel etwas näher bringen. Auch die Hyperthreading Technologie von Intel möchten wir ebenfalls erwähnen.

2 x 32 = 64 ?

Welche Vorteile bringt eigentlich 64 Bit in Wirklichkeit? Viele denken, dass 64 Bit doppelt so viel Leistung wie 32 Bit liefert, das stimmt aber nur in Ausnahmefällen, etwa bei rein mathematischen Berechnungen und bei Datenbanken. Diese laufen oft direkt im Cache der CPU ab und hängen dadurch nicht von anderen PC Komponenten ab. In Spielen allerdings beeinflussen auch andere Komponenten die Performance, wie die Grafikkarte und das Speicher-Interface.

Die technischen Unterschiede zwischen 32 und 64 Bit liegen primär in den Registern, den kleinen Zwischenspeichern in der CPU. Die sind beim Athlon 64 und Pentium 4 Modellen mit EM64T Technik mit 64 Bit doppelt so breit wie zum Beispiel beim Athlon XP oder Pentium 4 ohne EM64T, das beschleunigt grundlegende Rechenoperationen und damit letztlich auch die CPU Leistung. Allerdings braucht es dafür ein angepasstes Betriebssystem wie Windows XP 64 Bit oder Linux, auch die Programme und Spiele selbst müssen angepasst werden, um einen Nutzen daraus zu ziehen.

Hyperthreading

Aktuelle Intel Prozessoren nutzen bisher nur höchstens 35 Prozent ihrer theoretischen Rechenkraft der NetBurst-Architektur. Mit Hyperthreading will Intel die Auslastung auf 50 bis 80 Prozent erhöhen und somit die Performance von Multi-Threaded-Applikationen beschleunigen. Hyperthreading erhöht die Auslastung durch notwendige Logik und Ressourcen, die der CPU hinzugefügt werden. Die Aufteilung der einkommenden Daten auf den freien Raum erzeugt somit einen logischen zweiten Prozessor auf einem einzigen physischen Prozessor.

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