
Zusätzlich zum CPU Kühler wurden noch Grafikkarte und Northbridge mit einem Wasserkühler versehen und in den Kreislauf eingebunden. Dadurch kann sehr schön geprüft werden, ob die Kühllösung auch mit 2 zusätzlichen Komponenten im Kreislauf noch ausreichend Leistungsreserven zur Verfügung stellt. Die verwendeten Kühler für Northbridge und Grafikkarte waren privat schon vorhanden und sind NICHT von KAILON.
Es handelt sich dabei um Modelle des Unternehmens Alphacool:


Ingesamt verläuft die Montage relativ problemlos. Als erstes wird das Mainboard ausgebaut und der Originalkühler + Halterung entfernt. Jetzt sollte man die Reste der alten Wärmeleitpaste vorsichtig entfernen und - am besten mit einem Stück Plastik (z.B. alte Kreditkarte) - einen neuen dünnen Film auftragen und diesen gleichmäßig verteilen. Wir haben für diesen Test auf die bewährte Arctic Silver 5 zurückgegriffen.
Jetzt werden die 4 Halteschrauben inkl. der Plastikunterlegscheiben von hinten durch das Mainboard gesteckt. Nun werden auch von der Vorderseite die Plastikscheiben auf die Schrauben gesteckt und dann mit den Muttern fixiert. Nachdem die Schutzfolie vom Kühler entfernt und die Anschlüsse eingeschraubt wurden, kann er jetzt vorsichtig auf die Schrauben aufgesetzt werden. Man sollte darauf achten, dass der Kühler dabei nicht verkantet und plan auf der CPU aufliegt.

Nun werden die Druckfedern auf die Schrauben gesteckt und die Rändelmuttern aufgeschraubt. Am besten dreht man die Rändelmuttern abwechseln über Kreuz langsam fest, bis der Kühler nicht mehr verrutschen kann und einen festen Sitz auf dem Kühler hat. Leider findet man hierzu keine genaueren Angaben in der Anleitung, ausser dass die Federn nicht komplett komprimiert sein dürfen und der Anpressdruck nicht zu hoch sein sollte.

Jetzt können die Schläuche auf die gewünschte Länge zugeschnitten und auf die Anschlüsse aufgesteckt werden. Nun muss man nur noch die Überwurfmuttern befestigen, welche die Schläuche auf den Anschlüssen fixieren.

Nachdem die Slotblende und das Mainboard wieder eingebaut sind, führt man die Schläuche durch die Blende nach aussen und verbindet sie durch die Schnelltrennkupplungen mit den Schläuchen, welche man am Kühlturm angeschlossen hat. Jetzt nur noch das Stromkabel durch die Slotblende nach innen führen und der Befüllung steht nichts mehr im Wege. Es empfiehlt sich, noch einmal alle Anschlüsse auf ihren festen Sitz zu überprüfen, bevor man das Wasser einfüllt.
Kailon empfiehlt, als optimale Menge ca. 3-3,5l destilliertes Wasser und die 250ml mitgelieferten Wasserzusatz zu mischen. Zum Öffnen des Kühltturms entfernt man die 8 kleinen Inbusschrauben aus dem Deckel und befüllt danach das System. Nun steckt man den beigelegten ATX-Überbrückungsstecker auf das Mainboardkabel und verbindet das Stromkabel der Pumpe mit einem beliebigen Strang vom Netztteil. Jetzt kann man das Netzteil einschalten, ohne dass der Rechner läuft und sollte das System etwas 1-2h laufen lassen und auf Undichtigkeiten überprüfen.
Wenn alles dicht und die gesamte Luft aus dem Systen entwichen ist, schliesst man den Deckel des Kühlturms, verkabelt das Mainboard wieder komplett und ist stolzer Besitzer eines wassergekühlten PCs.

Als Zusatz wurde noch eine Durchflusskontrolle mit in den Kreislauf eingebunden mit der man, wie der Name schon sagt, überprüfen kann, ob das Wasser im System fliesst. In diesem Fall handelt es sich um das Produkt „Fluid Flow Control“ aus dem Hause go-cooling. Ein großer Vorteil dieses Fließanzeigers ist der integrierte Filter, welcher eventuell vorhandene Schmutzteilchen im System abfängt und somit das System sauber hält.
