
Wer als Hersteller von hochauflösenden Flachbildschirmen heute auf sich aufmerksam machen will, dem reicht ein einfaches „HD Ready“ nicht mehr aus. Heutzutage muss es schon ein FullHD Logo sein was auf dem Objekt der Begierde prangert. Doch kann ein 42“ FullHD Monitor für knapp 1200€ wirklich FullHD Kinofeeling in das heimische Wohnzimmer zaubern? In diesem Review werden wir es testen.

Der 42LG6000, mit dem wohlklingenden Codenamen „Scarlet“, kommt in einem Flachbildschirm typischen braunen Karton daher. Dem geneigten Käufer gibt dieser allerdings erst seinen Inhalt Preis, wenn der Kartondeckel von den vier Plastikriegeln befreit wird. Nach dem Abnehmen des Deckels werfen sich keine großen Fragen auf, Bildschirm, Standfuß und Zubehör sind klar voneinander getrennt. Die Montage des Standfuß ist dann allerdings ein wenig verwirrend, weil aus der Anleitung nicht ganz klar wird, in welche Richtung die „Haltegabel“ richtig in den Bildschirm passt. Aber nach ein wenig Fummelarbeit sind alle Schrauben in Position und der Standfuß fest verankert. Ein wenig wackelig ist der drehbare Standfuß nach unserem Empfinden schon, aber manchen Dingen muss man im Leben einfach vertrauen.
Optisch ansprechend aber ein Magnet für Staub und Fingerabdrücke ist die verchromte Oberfläche des Fußes. Die gesamte Rückseite des Fernsehers ist mit rotem Hochglanzlack versehen und komplett abgerundet. Falls der TV mitten im Raum platziert wird, ist dies sicherlich schön anzusehen, jedoch befinden sich auch fast alle Audio/Video Anschlüsse an der Rückseite und dort stechen Kabel fast immer optisch negativ hervor. Für „Schaltvorgänge“ ohne Fernbedienung befindet sich an der rechten Gehäuseseite eine Bedienfläche für alle wichtigen Funktionen.

Neben den bewährten Anschlüssen für Kabelanschluss oder Antenne, sind viele externe Eingänge das Salz in der Suppe für einen modernen Fernseher. Besonders wichtig sind darunter die hochauflösenden Eingänge. Also HDMI-/, RGB-/ und Komponenten-Eingänge, für letztere stellt der 42LG6000 jeweils einen Anschluss zur Verfügung. Für HDMI gibt es derer vier Stück, was über dem durchschnittlichen drei HDMI Eingängen bei modernen LCD und Plasmas liegt.
Mit der Fernbedienung des 42LG600 ist LG leider kein besonders guter Wurf gelungen. Die imitierte Lederoberfläche wirkt eher billig als hochwertig und zudem werden nur die oberen Tasten beleuchtet. Das Steuerkreuz liegt zur „Daumenbedienung“ viel zu weit oben und eine direkte Formatwechseltaste sucht man vergebens. Hier hätte man ein wenig bei der Konkurrenz abgucken können z.B. Sony.
