
Beim Auspacken der Probanden war die hervorragende Verarbeitung von Titan nicht zu übersehen. Die Lamellen sind beim L-type sehr weit auseinander, im Gegensatz zum S-type. Dadurch kann die Luft beim L-type ungehindert zwischen die Lamellen strömen und eine gute Kühlleistung erbringen.
Zunächst wurde auf dem Testprozessor, einem AMD Opteron 144 die mitgelieferte Wärmeleitpaste „Nano Blue“ mithilfe eines breiten Schraubenziehers gleichmäßig und dünn verteilt, was mit der mitgelieferten Paste sehr einfach und schnell ging. Diese Prozedur nahm ca. fünf Minuten in Anspruch und ist auch von weniger versierten Usern leicht selbst auszuführen.
Nachdem nun die Vorarbeit geleistet war, konnten wir mit der Montage des ersten Probanden beginnen.
Wir wählten den S-Type als ersten Kandidaten aus.
Dafür wurde zunächst die durchsichtige Schutzfolie von der Auflagefläche des Kühlers entfernt, die während des Transports vor Kratzern schützen soll.
Der Titan Vanessa S-Type wird mit Hilfe eines Bügels mit zwei Schrauben am Mainboard Sockel befestigt. Damit der Kühler nicht hin und her rutscht, ist am Sockel des Kühlers eine Nase, worin der Bügel greift und somit sicher befestigt werden kann. Die Bügelschrauben werden mit einem Schlitzschraubenzieher ordentlich handfest gezogen, damit der Bügel auch stramm sitzt und der Bügel durch den Druck in die Nase greift und somit der Kühler auch fest auf der CPU bleibt.
Achtung: Das Loch im Bügel ist nicht mittig, vor dem Festschrauben also nachschauen, wie der Kühler am besten auf der CPU sitzen soll!
Die Montage verlief innerhalb kürzester Zeit völlig problemlos. Eine ausfaltbare ausführliche und bebilderte Anleitung für alle Sockel-Typen liegt dem „Titan Vanessa S-type“ Kühler bei. Wir haben die Anleitung zum Einbau nicht benötigt, aber so ist auch für Laien ein problemloser Einbau gewährleistet. Nachteilig ist die Tatsache, dass ein Einbau nur in eine Richtung möglich ist und der Lüfter somit direkt vor der Grafikkarte steht. Nicht unbedingt das Optimum, aber wie unsere Tests zeigen werden, auch kein Beinbruch.
Nachdem wir uns für den rückwärtigen Einbau der Lüftersteuerung entschieden haben und das Stromkabel des Lüfters mit dem Fan-Anschluss am Mainboard verbunden war, konnten wir fortfahren und widmeten uns der Kühlleistung des Titan Vanessa S-Type.
Der Einbau des L-Type verlief ebenso problemlos wie der Einbau des S-Type. Auch hier wurde uns eine leicht verständliche und bebilderte Anleitung mitgeliefert. Für Laien ist die Anleitung ein wichtiges Hilfsmittel um Schäden an der Hardware zu vermeiden, oder bei den vielen mitgelieferten Sockelhalterungen nicht zu verzweifeln.
Anders als beim S-Type wird hier erst eine Halterung mittels zweier Schrauben auf das Mainboard geschraubt. Auf diese Halterung wird dann der Kühlkörper gestellt und mit vier Schrauben fest verschraubt. Da man durch dies durch die Lamellen hindurch tun muss, befindet sich im Lieferumfang ein extra langer magnetischer Kreuzschlitzschraubenzieher, mit dem das sehr einfach von statten ging. Interessant ist, dass der Kühlkörper unten rund ist und somit im 360° Radius einsetzbar ist.
Erste Befürchtungen, der Kühlkörper könnte zu schwer fürs Mainboard sein, bestätigten sich nicht. Wir haben das Mainboard im ausgebauten Zustand mal um 90° gedreht und den Kühler „hängen“ lassen. Die Verschraubung ist so gut, das keine Schäden zu befürchten sind.
Beim L-Type wird eine identische Lüftersteuerung mitgeliefert, welche wir in einem 3,5“ Einbauschacht verbauten. Bei dieser Verwendung ändert sich nichts, man muss halt nur nicht immer unter den Schreibtische klettern um den Lüfter zu regeln. Es ist also reine Geschmackssache oder eben eine Frage des vorhandenen Platzes im jeweiligen Bereich.