
Bevor wir mit dem eigentlichen Einbau der Hardware beginnen, wollen wir uns zunächst der Verarbeitung des Gehäuses widmen. So stellten wir beim Auspacken fest, dass bei unseren Testmodell ein Seitenteil nicht richtig in der Verankerung saß. Wir vermuten, dass sich dieser Fehler während des Transportes des Gehäuses eingeschlichen hat. Ein weiteres, bei Codegen-Gehäusen bekanntes Manko fiel uns auf, als wir das erste, durch praktische Rändelschrauben befestigte Seitenteil entfernten: das verbaute Codegen Netzteil befand sich in ziemlicher Schräglage im Gehäuse. Dieses Phänomen stellten wir schon beim Test des Briza E-6099 fest.

Eine mögliche Ursache könnte der verbogene hintere Haltebügel sein, doch selbst nachdem wir den Bügel wieder in seine ursprüngliche Form brachten, wollte das Netzteil nicht wirklich gerade hängen. Erst ein Netzteil eines anderen Herstellers schaffte hier Abhilfe. Die restliche Verabeitung des Gehäuses war dagegen einwandfrei, alle evtl. vorhandenen scharfen Kanten waren von Tricod abgerundet worden.
Weiterhin befinden sich in dem Gehäuse drei vorinstallierte 80-Millimeter-Lüfter, zwei dieser Lüfter sind an der Rückwand installiert, einer an der Oberseite direkt neben dem Netzteil, was sich als Problem herausstellen kann, wenn man ein anderes Netzteil verbaut. Wir installierten zu Testzwecken das Chromus II RPS-400V2 aus der Star Serie von Revoltec. Durch den zu geringen Abstand zwischen dem Lüfter und dem Netzteil konnten nicht alle Kabel des modularen Netzteils angeschlossen werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist die billige Verarbeitung der Stromanschlüsse der Lüfter. So sind uns bei der Montage gleich zwei der Stecker kaputt gegangen. Der dritte hingegen hat die Prozedur unbeschadet überstanden.
Nach diesen ersten Eindrücken konnten wir uns an die Arbeit machen, das Testsystem in das C9011-C10-Gehäuse zu integrieren.
Wir begannen mit dem Einbau des ASUS ATX-Mainboards, was keinerlei Probleme bereitete, da sämtliche Abstandhalter sich einwandfrei in die Rückseite des Gehäuses schrauben ließen. Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass zwei Abstandhalter zu wenig im Lieferumfang enthalten waren. Schrauben dagegen sind in ausreichender Menge und in guter Qualität vorhanden. Wichtig und praktisch in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass das 9011-C10 kompatibel zu allen Mainboard-Typen und den entsprechenden Verschraubungen ist.
Als nächstes waren nun die Festplatten und die optischen Laufwerke an der Reihe. Ungewohnt befindet sich der Diskettenlaufwerksschacht ganz oben im Gehäuse. Gleich darunter befindet sich ein von außen zugänglicher 5.25" Laufwerksschacht für ein optisches Laufwerk. Die nachfolgenden sechs 5.25" Schächte, von denen die letzten beiden einen separaten Käfig für zwei 3.5" Festplatten tragen, sind hinter der abschließbaren Fronttür versteckt.
Nach dem Einbau unserer Laufwerke fehlen nun noch die Steckkarten in Form einer Grafik- und einer Netzwerkkarte. Für diese Montage gibt es im 9011-C10 eine komfortable und praktische Neuerung: anstatt der herkömmlichen Verschraubungen an den PCI-Slots sind für die Befestigung aus Kunststoff gefertigte Snap-In-Verschlüsse vorgesehen. Man muss lediglich die obligatorische Metallabdeckung entfernen und einen kleinen Hebel an den Verschlüssen drücken, um diese zu lösen. Anschließend wird die gewünschte Karte in den Slot gesteckt und der zugehörige Clip-Verschluss wieder zurück in seine Ausgangsposition geschoben, wo er sicher einrastet und die Karte nun fixiert. Dieses praktische System kommt ohne Schrauben aus und ist sehr einfach zu handhaben, worüber sich vor allem Bastler freuen dürften, bei denen schnelle und unkomplizierte Umbaumöglichkeiten entscheidend sind. Doch ganz ohne Probleme bleibt es auch hier nicht. So kann es passieren, dass bei zu hohen Steckkarten der Mechanismus nicht mehr geschlossen werden kann, wie es zum Beispiel bei unser Radeon X1800 XT aus dem Hause Mad-Moxx der Fall war. Hier hilft dann nur der altmodische Weg der manuellen Verschraubung. Leider erweist sich dieses Vorhaben als etwas problematisch, da man nur sehr schwer mit einem Schraubendreher an die richtige Stelle kommt, weil sich einem hier die Snap-In-Verschlüsse in den Weg stellen.


Letzter grundlegender Schritt ist die Verkabelung aller eingebauten Geräte. Das verbaute Codegen Netzteil bietet dabei insgesamt 7 Molex-Stecker verteilt auf zwei Stränge, zusätzlich findet sich an jedem dieser Stränge noch ein Anschluss für ein Diskettenlaufwerk. Im Lieferumfang ist allerdings nur ein Adapter von Molex auf SATA vorhanden. Wenn man mehr als eine Serial-ATA-Festplatte verbauen möchte, muss man sich also notgedrungen weitere Adapter kaufen. Ein weiterer Kritikpunkt bei unserem Testmodell war das dauerhafte Pfeifen und Quietschen des Netzteiles.
Im Gehäuse sind nun folgende Komponenten verbaut:

Nachdem das Testsystem nun einsatzbereit ist, können wir mit den Temperatur-Tests beginnen.