
Bevor wir mit dem Einbau des Hardware begannen, widmeten wir uns zunächst den mitgelieferten Standfüßen und Dachgriffen, die als solche komplett aus einem Teil gefertigt sind und einen stabilen Eindruck machten. Diese werden einfach an kleinen Metalllaschen in die an der Unter- und Oberseite vorhandenen entsprechenden Bohrlöcher gesteckt und durch leichtes Drücken in entgegengesetzte Richtung arretiert. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, die Standfüße zu montieren, da sie einen rutschfesten gummierten Untergrund besitzen und dem Gehäuse sicheren Stand gewährleisten.
Nachdem dies erledigt war, warfen wir einen ersten Blick ins Gehäuseinnere, was aufgrund des Vorhandenseins praktischer Rändelschrauben für die Seitenteile und das Dach sehr einfach und schnell ging.
Das Innenleben des Briza präsentierte sich recht großzügig und aufgeräumt. Die Verarbeitung war einwandfrei und alle evtl. vorhandenen scharfen Kanten waren von Codegen abgerundet worden. In dem Gehäuse sind bereits zwei per LED's blau beleuchtete 80-Millimeter-Lüfter vorinstalliert: Einer Davon befindet sich an der Gehäusefront vor dem Festplattenkäfig und zieht frische Luft ins Gehäuseinnere an den Festplatten vorbei, welche zusätzlich optimal belüftet werden, was für die Lebensdauer der Platten einen positiven Nebeneffekt darstellt. Der zweite Lüfter wurde neben dem Netzteil im Gehäusedeckel verbaut und bläst die warme Luft der Komponenten aus dem Gehäuse nach nach außen. Sehr auffällig war auch der große 120-Millimeter-Lüfter des integrierten Netzteiles von Codegen, der zusätzlich für eine gute Belüftung des Systems und vor allem der Erweiterungskarten sorgt. An der Rückseite des Gehäuses gibt es noch einen freien Platz, der die Möglichkeit bietet, einen weiteren 80-Millimeter-Lüfter zu verbauen.
Nach diesen ersten Eindrücken konnten wir uns nun an die Arbeit machen, das Testsystem in das Briza-Gehäuse zu migrieren:
Wir begannen mit dem Einbau des Gigabyte-ATX-Mainboards, was absolut keine Probleme bereitete, da sämtliche Abstandhalter sich einwandfrei in die Rückseite des Gehäuses schrauben ließen. Wichtig und praktisch in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass das Briza kompatibel zu allen Mainboard-Typen und den entsprechenden Verschraubungen ist. Damit ist es bestens geeignet für User, die häufig ihre Systeme wechseln und nicht auf einen Mainboard-Formfaktor beschränkt sein wollen.
Nun waren die beiden Festplatten und optischen Laufwerke an der Reihe, ihren Platz im Gehäuse zu finden. Der fest montierte Festplattenkäfig bietet bis zu vier Geräten Platz, so dass wir unsere beiden Maxtor-Platten mit ausreichendem Abstand wegen der besseren Belüftung im ersten und dritten Segment installierten. Ebenso können bis zu vier optische Laufwerke eingebaut werden, was vom Platzangebot schon einem Big-Tower sehr nahe kommt.
Letzter grundlegender Schritt vor dem Test war die Montage von Grafik- und Soundkarte. Dafür gibt es im Briza eine komfortabele und praktische Neuerung: Anstatt der herkömmlichen Verschraubungen an den PCI-Slots sind für die Befestigung aus Kunststoff gefertigte Snap-In-Verschlüsse vorgesehen. Man muss lediglich die obligatorische Metallabdeckung entfernen, einen kleinen Hebel an den Verschlüssen drücken, um diese zu lösen. Anschließend wird die gewünschte PCI- oder AGP-Karte in den Slot gesteckt und der zugehörige Clip-Verschluss wieder zurück in seine Ausgangsposition geschoben, wo er sicher einrastet und die Karte nun fixiert. Dieses praktische System kommt ohne Schrauben aus und ist sehr einfach zu handhaben, worüber sich vor allem Bastler freuen dürften, bei denen schnelle und unkomplizierte Umbaumöglichkeiten entscheidend sind. Obwohl die Prozedur selbsterklärend ist, hat Codegen eine bebilderte Schnellanleitung mitgeliefert.
Nun wurden noch alle Kabelverbindungen hergestellt, wobei das Netzteil leider an die Grenzen seiner Anschlussfreudigkeit stieß: Es bietet nur 4 Molex-Stecker, wovon direkt zwei durch die mitgelieferten Gehäuselüfter beansprucht werden. Die übrigen beiden wurden für die zwei Festplatten benutzt. Um auch noch den DVD-Brenner mit Strom versorgen zu können, mussten wir notgedrungen auf eine Molex-Weiche zurückgreifen. Auch sind keine Anschlüsse für die inzwischen häufig eingesetzten Serial-ATA-Festplatten vorhanden, was die Flexibilität des mitgelieferten Netzteiles stark einschränkt. Das Netzteil wird mit dieser Ausstattung bei aktuellen Systemen, die mehr als nur 2 Laufwerke besitzen und womöglich noch mit Case-Mod's wie Kaltlichtkathoden und Ähnlichem ausgestattet sind, wohl mangels ausreichender Anschlüsse resignieren müssen, wenn man nicht ständig Adapter und Weichen benutzen möchte, um die überschaubare Anzahl der Anschlüsse zu kompensieren.
Insgesamt verlief der Einbau unproblematisch und schnell: Sämtliche benötigten Schrauben und Abstandhalter insbesondere für die Mainboard-Montage sind in ausreichender Menge und Qualität vorhanden. Die cleveren Clip-Verschlüsse für PCI-Karten sind eine gute Alternative zu den Verschraubungen und leichter zu lösen bzw. um die Karten zu arretieren.
Nachdem das Testsystem nun einsatzbereit war, konnten wir mit den Temperatur-Tests fortfahren.