
Unser neuestes Objekt der (Test-)Begierde aus dem Hause Scythe ist diesmal kein Produkt aus der Reihe der hochwertigen CPU-Kühler, widmet sich aber zumindest „teilweise“ dem Thema Kühlung.

Das Kama Panel stellt im Bereich der 5 ¼"-Erweiterungen so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau dar, bisherige Lösungen der Wettbewerber nutzen zwar auch schon die Möglichkeit, Lüftersteuerung, Kartenleser und I/O-Anschlüsse in freie externe Laufwerkschächte zu integrieren. Die Möglichkeit, je nach Bedarf an Stelle der integrierten 4fach-Lüftersteuerung ein optisches Slimline-Laufwerk zu installieren, bietet nur das Kama Panel – gleichzeitig besteht die Möglichkeit, über eine zweite integrierte Lüftersteuerung bis zu zwei Lüfter anzusteuern. Die Kombination aus diesen Ausstattungsmerkmalen bietet verschiedenen Einsatzgebieten eine Basis, speziell die Möglichkeit, das Kama Panel als „Träger“ für ein Slimline-Laufwerk zu nutzen, ohne auf Lüftersteuerung, Kartenleser etc. verzichten zu müssen, dürfte für HTPC-Besitzer sehr interessant sein.

Bevor wir nun zum Test kommen, hier noch einmal alle Funktionen und Anschlussmöglichkeiten im Überblick:




Die Installation erfolgt in einem freien 5 ¼" Schacht durch die mitgelieferten Schrauben, alternativ kann auch auf evtl. vorhandene Montageschienen des Gehäuses zurückgegriffen werden. Bei der Verwendung eines optischen Slimline-Laufwerkes muss vor der Montage des Kama Panel durch das Lösen von zwei Schrauben die 4x-Lüftersteuerung entfernt werden, anschliessend kann das Slimline-Laufwerk sowie der mitgelieferte Adapter für Notebooklaufwerke im Kama Panel eingebaut werden.
Die Performancetests des Kartenlesers, welcher ohne Probleme und weitere Treiberinstallationen von Windows XP erkannt wurde, brachten keine Auffälligkeiten zu Tage, die Performance entspricht der marktüblicher Kartenleser und ist sehr stark abhängig vom Kartenformat. USB und IEEE-Performance wurde von uns nicht getestet, da die Anschlüsse nur durchgeschleift werden.
Während die Ausstattung überzeugen kann, fällt ein großes Manko des Kama Panel beim Betrachten der Anschlusskabel auf – obwohl das Kama Panel selbst interne Anschlüsse für Audio, USB und IEEE1384 besitzt, erfolgt der Anschluss über externe Anschlüsse.

Das bedeutet einerseits, dass die Anschlusskabel einmal durch das Gehäuse nach aussen geführt werden müssen, andererseits heisst das aber auch, dass die externen Anschlüsse am Mainboard belegt sind und z.B die vielfach unterstützte Abschaltung der hinteren Audioausgänge bei Nutzung der Frontaudioanschlüsse des Mainboards nicht mehr funktioniert. Weiterhin sind dadurch bereits drei externe USB-Anschlüsse (2x Front USB sowie 1x Kartenleser) belegt. Hier sollte Scythe schnellstmöglich nachbessern und und Kabel für den Anschluss an interne Header beilegen.
Ein weiteres Problem trat bei der Installation der Lüftersteuerung auf – das Testgehäuse, ein Antec P180, verfügt über mehrere Gehäuselüfter, die von einer manuellen Regelung profitieren könnten – leider besitzen diese aber einen Molexanschluss, Adapter zum Anschluss an die 3-poligen Stecker des Kama Panel suchten wir vergeblich.
Auch hier wäre es schön, wenn Scythe reagieren würde und Adapter für die nicht unüblichen Molexstecker beilegen würde. Gefallen hat uns die Flexibilität sowie die gewohnt gute Verarbeitung des Kama Panels.
Einen Award können wir bei den beschriebenen Einschränkungen in diesem Fall (noch) nicht vergeben, vielleicht nimmt sich aber die Firma Scythe der angesprochenen Punkte an und geht auf diese ein.
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